KI in der frühen Bildung: Stiftung Kinder forschen setzt auf Leitprinzipien

Die Stiftung Kinder forschen setzt sich mit ihrem Positionspapier „KI in der frühen Bildung“ (Februar 2026) für einen verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Kitas ein. Dafür hat sie Leitprinzipien formuliert und fällt ein ausgewogenes Urteil: KI wird weder als Allheilmittel noch als Bedrohung verstanden, sondern als Werkzeug, das pädagogisches Handeln sinnvoll ergänzen kann. Das Papier beleuchtet Chancen und Risiken für die Kita-Organisation, die pädagogischen Fachkräfte und die Kinder.

Die Leitprinzipien beinhalten:

  • dass KI nicht als Ersatz pädagogischen Handelns, sondern als unterstützende Assistenz- und Werkzeugtechnologie dient,
  • dass die Fachkraft zentraler Mittelpunkt im pädagogischen Handeln bleibt,
  • und dass die KI zwar „Unterstützung und erste Assistenz“, aber keine pädagogische Fachkraft sein kann.

Neben Chancen weist das Positionspapier auf wesentliche Herausforderungen hin, wie zum Beispiel Anforderungen an den Datenschutz sowie ungleiche digitale Voraussetzungen zwischen Einrichtungen. Damit alle Kinder dieselben Chancen haben, formuliert die Stiftung Forderungen an die Politik. Dazu gehören eine flächendeckende digitale Grundausstattung und verlässliche Infrastruktur für alle Kitas.

Das Fazit: Die Stiftung Kinder forschen setzt sich für einen menschenzentrierten, verantwortungsvollen KI-Einsatz in Kitas ein und plädiert für eine reflektierte und kritische Haltung im Umgang mit der Technologie.

Aspekte des Positionspapiers im Überblick:

  • KI als Assistenzsystem verstehen
  • Entlastung bei Verwaltungs- und Organisationsaufgaben
  • Mehr Teilhabe durch barrierearme Kommunikation
  • Hohe Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit
  • Digitale Ungleichheiten erkennen und abbauen
  • Klare Leitlinie: Pädagogik vor Technik

Weitere Informationen:

Das Positionspapier „KI in der frühen Bildung“ kann auf der Website der Stiftung Kinder forschen heruntergeladen werden.

Künstliche Intelligenz in der Kita

Nutzt man ChatGPT etwa zum Verfassen von Informationstexten, so sollte man die inhaltliche Korrektheit sorgsam überprüfen, resümiert Schmid (Professur für Angewandte Informatik/ Kognitive Systeme an der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik, Universität Bamberg).

Denn anders als bei der Recherche über Suchmaschinen, wo man die Quelle der Information sehen kann, ist dies bei Texten von ChatGPT nicht der Fall. Es kann also durchaus sein, dass auch unseriöse Quellen von der KI zur Textgenerierung herangezogen wurden. Deshalb sollte ein von ChatGPT generierter Text – insbesondere, wenn es sich um Fachthemen handelt – immer kritisch inhaltlich überprüft werden.

Eine einfachere Hilfestellung kann ChatGPT beim Erstellen von simplen Gebrauchstexten bieten. Dafür ist ein klares Prompting – d.h. eine Aufgabenstellung an die KI mit möglichst konkreten Anweisungen – nötig. Hat man das Sprachmodell so mit allen notwendigen Informationen versorgt, kann es sehr gut einfache Texte generieren – etwa einen Elternbrief, Zusammenfassungen oder Dokumentationen.

Außerdem kann ChatGPT in der Kita dazu verwendet werden, vorhandene Texte in einfache Sprache umzuformulieren, sodass sie für die Kinder genutzt werden können. Möchte man zum Beispiel ein aktuelles Thema aus den Medien aufgreifen, so könnte man ChatGPT einen Zeitungsartikel kindgerecht umformulieren lassen und diesen als Grundlage nehmen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet von ChatGPT in Kitas ist die Übersetzung. Hat man in seiner Einrichtung Kinder, die eine andere Muttersprache sprechen, kann ChatGPT nicht nur Texte übersetzen und somit die Kommunikation erleichtern. Es kann auch genutzt werden, damit die Kinder an die deutsche Sprache herangeführt werden und sie nach und nach erlernen.

Zum ausführlichen Fachbeitrag: ChatGPT im Kontext der frühkindlichen Bildung